Veranstaltungen

26.07.2015//Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie I

Neuer Lektürekurs zum Ersten Band. Der Produktionsprozess des Kapitals :

Neuer Lektürekurs zum Ersten Band. Der Produktionsprozess des Kapitals :

Nächste Treffen in der Mühlgasse 13, Frankfurt:

Sonntag, 12.07.2015, 14-16 Uhr → Kapitel 1.3: Die Wertform oder der Tauschwert. Darin zunächst über die Einfache, einzelne oder zufällige Wertform und ihre beiden Pole: Relative Wertform und Äquivalentform.

Sonntag, 26.07.2015, 14-16 Uhr → Kapitel 1.3: Die Wertform oder der Tauschwert – Fortsetzung.

Materialien zum Kurs

02.08.2015//Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie II

Lektürekurs zum Zweiten Band. Der Zirkulationsprozess des Kapitals :

Nächste Treffen in der Mühlgasse 13, Frankfurt:

Sonntag, 19.7.2015, 12-15 Uhr und Sonntag, 2.8.2015, 12-15 Uhr

Ankündigungstext der Lektüregruppe ➜

Nächste Termine, jeweilige Lektüregrundlage und Protokolle auf: kapitallektuere.blogsport.de
Kontakt: kapitallektuere@gmx.de

28.07.2015//Lektüretreffen: Verdinglichung

Nächste Treffen am Di 14.7.2015, 19h und Di 28.7.2015, 19h.

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In den nächsten Monaten werden wir versuchen inhaltlich eine gewisse Parallelisierung mit den Kapital-Kursen herzustellen: Bei Gelegenheit werden wir mit interessierten Teilnehmerinnen des K1- oder K2-Kurses zusammen vertiefende Texte zu besonderen Problemen des „Kapital“ lesen, besonders zur Methode von Marx.

Am 16. Juni beginnen wir dieses „joint venture“ gleich mit der „Einleitung“ aus den „Grundrissen zur Kritik der politischen Ökonomie“ von Karl Marx. Danach werden wir zurück zu Lukács gehen und aus „Geschichte und Klassenbewusstsein“: „Methodisches zur Organisationsfrage“ von 1922 lesen. Je nach Bedarf wird es vielleicht auch noch Seitenblicke zu den thematisch verwandten beiden Aufsätzen zu Rosa Luxemburg geben.
Daraufhin werden wir uns wieder einem aktuellen sich auf Lukács beziehenden Text zuwenden: Frank Engster – „Das Selbstbewusstsein der Ware Arbeitskraft. Lukács’ Idee einer kommunistischen Revolutionierung des Kapitalismus durch das identische Subjekt-Objekt der Geschichte“ aus dem Lukács-Jahrbuch 2012/13.Irgendwann im Verlauf des Sommers oder Herbstes wird es zur Vergegenwärtigung noch ein zusammenfassendes Referat über den Verdinglichungsaufsatz geben.

Material zum Kurs

11.01.2014//Lektürekurs: Was ist Verdinglichung?

Sa 11.01.2014, 15 Uhr.

Nach Abschluss der Lektüre der scharfen Lukács-Kritik von Winfried Menninghaus wenden wir uns zunächst wieder dem Buch von Lukács zu und lesen darin „Was ist orthodoxer Marxismus?“ Seite 35 der pdf-Fassung von Geschichte und Klassenbewusstsein

Winfried Menninghaus: Kant, Hegel und Marx in Lukács‘ Theorie der Verdinglichung. Destruktion eines neomarxistischen ‚Klassikers‘ (1975). {zum Text (in pdf) →}

Der Normalität entgangen. Neue Dokumente zur Verhaftung von Georg Lukács 1941 (aus der FAZ-Beilage „Geisteswissenschaften“ vom 24.02.1999) {zum Text →}

György Lukács: Die Verdinglichung und das Bewusstsein des Proletariats Der große Verdinglichungs-Aufsatz aus Lukács‘ „Geschichte und Klassenbewusstsein“ von 1923. {zum Text (in pdf) →}

Siehe auch:
Weiteres Material

06.-08.12.13 antispektakelweekend

translib Leipzig 6. bis 8. Dezember 2013
Kritischer Lektürekurs: „Die Gesellschaft des Spektakels“ (Guy Debord), Kapitel 8 + 9.
Kunstaufhebung, Detournement und Plagiat. Communistische Kommunikation gegen akademische und „revolutionäre“ Ideologie.

Mit diesem Lektürekurs findet eine kritische Aneignung der Spektakeltheorie ihren vorläufigen Abschluss. Betrieben wurde sie seit 2010 wechselweise in Leipzig, Weimar und Frankfurt am Main entlang den Kapiteln von Guy Debord’s Spektakelbuch.

Ein Vorteil und Gebrauchswert, wie er sich aus der Konstruktion dieses Buches ergibt, liegt darin, dass die übergreifende Idee vom Spektakulären „als ein Moment im Entwicklungsprozess der Warenproduktion“ — so der Autor – „sich in allen anderen bespiegelt“, und „gerade das halten wir für das Kennzeichen eines dialektischen Buches.“ So dass jedes einzelne Kapitel einen neuen Zugang oder auch „Einstieg“ in die Spektakelkritik ermöglicht. Diesmal ist es die situationistische Theorie von der Verwirklichung der Kunst und Kultur vermittels ihrer Aufhebung, was zur Entwicklung der modernen und situationistischen Stil-Techniken des subversiven „Detournement“ (Entwendung / Zweckentfremdung) und des erklärten und offenen Plagiats führt.

Im letzten Teil des Buches ist der Zugang zur Spektakelkritik das Terrain der Theorie selbst: als totale materialistische Kritik der Ideologie, vor allem auch der „revolutionären“; als kritische Theorie gegen die universitären Wissenschaften und ihre Anhängsel in den „revolutionären Trümmerhaufen“ der Linken könne und müsse das moderne Proletariat sich zur „Klasse des historischen Bewusstseins“, zum „bewaffneten Dialog“, zur selbständigen Theorie der Praxis organisieren.

Reader und weitere Infos bei Anmeldung per mail unter: translib@gmx.de // weitere Infos: translibleipzig.wordpress.com

26.06.//Lukács-Lektürekurs: Was ist Verdinglichung?


Änderung zu Lektüretreffen: Mühlgasse 13

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Nächste Lektüre-Treffen in der Mühlgasse 13: Mi 13.07.2013 15 Uhr // nach Abschluss des Verdinglichungs-Aufsatzes geht es zunächst weiter mit der Lektüre von Winfried Menninghaus: „Kant, Hegel und Marx in Lukács‘ Theorie der Verdinglichung. Destruktion eines neomarxistischen ‚Klassikers‘.“ von 1975.

Kritiker_innen und Neueinsteiger_innen sind herzlich willkommen.

25.09.//Lektürekurs: Was ist Verdinglichung

lukacs

Lukács 1919
transLibLab présente Lektürekurs: Was ist Verdinglichung?

Wir lesen & diskutieren den Begründungs-Essay des westlichen Marxismus als Einstieg in das berüchtigte Buch von György Lukács: Geschichte & Klassenbewusstsein. Ab Dez. 2011 zweimal im Monat. Texte vorhanden, keine marxistischals Einstieg in das berüchtigte en und philosophischen Vorkenntnisse nötig (zum Ankündigungstext).

Nächste Lektüre-Treffen im IvI: Di 08.09.2012 19Uhr //Sa 25.09.2012 15Uhr IVI transLib (die queercommunistische Bibliothek im IVI Dachgeschoss)

Material:
Geschichte und Klassenbewusstsein (komplett aber ohne jegliche Seitenkonkordanz)
eine verbesserte Version des 1. Abschnitts des Verdinglichungs-Aufsatzes. (wird ausgebaut)

24. 11. // Vortrag: „Lukács‘ Heidegger-Kritik“ (Christoph Zwi)

Die Heideggerkritik von Lukács

Der philosophische Dichter und Denker im Lande der Richter und Henker – der (prä- und post-) NS-Ideologe Martin Heidegger – hat vor allem auf einem Gebiet zu siegen nicht aufgehört: bis heute wird „Ontologie“ in einem stereotypen Reflex gerade auch von Linken allererst mit seinem Namen in Verbindung gebracht. Dass es sich dabei jedoch um eine Pseudo-Ontologie handelt, welche vom „Dasein“, „Seienden“ und „Seinsgrund“ usw. faselt, waehrend sie die begriffliche Bestimmung aller Kategorien und Beziehungen von gesellschaftlichem Sein, Bewusstsein sowie last but not least naturhaften Seinsgrundlagen verbietet und durch Mystizismus ersetzt, dies materialistisch aufzudecken gelang dem Begründer des „westlichen Marxismus“, Georg Lukács, dessen ontologische Kritik aber noch immer weithin verdeckt wird von der Adornoschen Ontologiekritik. Ohnehin wird im fachphilosophischen herrschenden Universitätskanon „Ontologie“ noch stets pauschal als „vor(erkenntnis)kritische Metaphysik“ tabuisiert.
In der bisherigen transLib-Reihe zum Existenzialismus (2010/2011) wurde indes ein spannender Aspekt sichtbar: Es gibt auch Bemühungen um eine kritische Methode der Gesellschaftsanalyse und ihr entsprechende Ethik, die von Karl Marx’ Feuerbachthesen und der Kritik der politischen Ökonomie ausgeht, sich in dieser Perspektive als kommunistisch-revolutionär versteht und gleichwohl sich durchaus als ontologisch basiert begreift. Die phänomenologische oder spekuläre Ontologie von J.P.Sartre, die spektakelkritische der Situationisten und eben die historisch-genetische Gesellschaftsontologie von Lukács wurden bisher benannt. Wenn nun letztere ins Zentrum dieses Vortrags gestellt wird, dann geht es um ein Resümee des Weges, den eine „Neue Ontologie“ seit dem Ende des Ersten Weltkrieges in der Heidegger- und in der Lukács-Richtung in unversöhnlicher Divergenz eingeschlagen hat. An jeder Wegmarke erwies er sich erneut als Scheideweg:
-- ob Kategorien oder ob „Existenzialien“ herauszuarbeiten sind,
-- ob es einen „dritten Weg“ zwischen „Idealismus“ und „Materialismus“ oder zwischen „Rationalismus“ und „Irrationalismus“ geben kann,
-- ob Philosophie, Wissenschaft, Theorie und Denken miteinander und mit gesellschaftlicher Praxis revolutionär zusammengehen können,
-- ob Geschichtlichkeit mit theologischen Deutungsmustern zu interpretieren ist oder immer nur als Veränderung der Gegenständlichkeit durch die Menschen begriffen werden kann,
-- ob die Subjektivität oder die Objektivität im gesellschaftlichen Sein, in Raum und Zeit für die Analyse der Bewusstseinsformen und Gesellschaftsformen das Entscheidende ist,
-- und welche Funktion in alledem die Sprache hat …
Jede dieser Entscheidungsfragen wurde von Lukács seit 1920 bis 1970 diametral entgegen den Heideggerschen Denkvoraussetzungen gestellt und beantwortet.
„Das eigentliche Sein zum Tode, d.h. die Endlichkeit der Zeitlichkeit ist der verborgene Grund der Geschichtlichkeit des Daseins.“ (Heidegger) Lukács denunziert dies als Pseudogeschichtlichkeit.
„Heidegger will eine theologische Geschichtsphilosophie für den ‚religiösen Atheismus’ schaffen.“ Die Lukács’sche Ontologie arbeitet ideologiekritisch, indem sie materialistisch bloßlegt, dass und wie Sein wesentlich permanentes Anderswerden ist. „Es ist nicht so, dass sich die Geschichte innerhalb des Kategoriensystems abspielt, sondern es ist so, dass die Geschichte die Veränderung des Kategoriensystems ist. Die Kategorien sind also Seinsformen.“.
Wenn die menschlichen Bewusstseinskategorien die Seinskategorien reflektieren, dann bedeutet ontologische Methode die Analyse von Erscheinungen und Scheinformen in ihrer objektiven Wirkungsmächtigkeit als dialektisches, wesentliches Aufeinandereinwirken der Menschen. Sowohl Lukács als auch Heidegger sprechen von „Verdinglichung“. Doch genau mit der fetischismuskritischen Entfaltung dieses Begriffs legt Lukács die „Pseudoobjektivität“ der „Fundamentalontologie“ Heideggers als subjektivistische, ungeschichtliche — und immer wieder suggestive — Fixierung kapitalistischer Alltagsunmittelbarkeiten bloß. Ihre „philosophische“ Mystifikation hilft Menschen in der „Sorge“ der gesellschaftlichen Krise, sich dem vorgeblichen „Seinsgeschick“ und der „Entschlossenheit“, der “Gelassenheit zu den Dingen“ und dem „Sein zum Tode“ zu unterwerfen.

***

Um 19 Uhr im Saal des IVI.

An dieser Stelle sei auch auf die Gegenaktivitäten der „Linken Fachschaft am Fachbereich 03″ der Uni Marburg angesichts der dort vom 25.-27.11. stattfindenden Tagung der Martin-Heidegger-Gesellschaft verwiesen: Link.

Neuer Lesekreis: Was ist Verdinglichung? // 17.11. 19 Uhr // translib-Raum

Do 17.11.2011
TransLib (die queercommunistische Bibliothek
im IVI Dachgeschoss, Frankfurt am Main, Kettenhofweg130)
19Uhr: Was ist Verdinglichung?


Wir lesen & diskutieren den Begründungs-Essay des westlichen Marxismus
als Einstieg in das berüchtigte Buch von György Lukács: Geschichte & Klassenbewusstsein.

Texte vorhanden, keine marxistischen und philosophischen Vorkenntnisse nötig.

40 Jahre nach dem Tod des bedeutenden marxistischen Theoretikers (1885 – 1971), der als „enfant terrible“ des Kommunismus immer höchst umstritten blieb, ist die Kontroverse um sein Werk wieder aufgeflammt. Es dreht sich um „Die Verdinglichung und das Bewusstsein des Proletariats“ – so der Titel des großen Essays in seinem Buch von 1923, dessen Wirkungsmächtigkeit im 20.Jahrhundert unbestritten ist und das vor allem die kritische Theorie Adornos und W.Benjamins, aber auch des westlichen Communismus etwa der Situationist_innen zutiefst geprägt hat. Doch Lukács selbst war, als das Buch 1923 erschien, von Marx ebenso wie von Lenin, Rosa Luxemburg, Anton Pannekoek und den unterschiedlichsten, ja widersprüchlichsten Strömungen eines Rätekommunismus und zugleich Partei- und Staatskommunismus durchdrungen, die bis heute ebenso auseinanderdifferenziert wie unaufgehoben geblieben sind. (mehr…)

1. 12. // Vortrag: „Abschied von der Geschichtsphilosophie: Adorno, Sartre und die Sehnsucht nach der positiven Freiheit“

Magnus Klaue:

ABSCHIED VON DER GESCHICHTSPHILOSOPHIE

Adorno, Sartre und die Sehnsucht nach der positiven Freiheit

Seit einiger Zeit findet in antideutschen Kreisen verstärkt die zuerst von Jean Améry unter dem Schlagwort vom „Jargon der Dialektik“ aufgestellte These Anklang, wonach im geschichtsphilosophischen Entwurf der „Negativen Dialektik“ und in der negativen Anthropologie, wie die „Dialektik der Aufklärung“ sie entwerfe, eine Verwischung der Grenze zwischen Tätern und Opfern der Shoah und eine Leugnung der moralischen Zurechenbarkeit individueller Handlungen wie auch individueller Leiderfahrung angelegt sei. Dadurch mache sich die Kritische Theorie, entgegen ihren Möglichkeiten, blind für die in keine „Dialektik“ auflösbaren Widersprüche der Empirie. In Rückgriff auf die Existenzphilosophie, insbesondere auf Amérys Begriff der Leiberfahrung und Sartres Theorem der „Entscheidung“, versucht etwa Gerhard Scheit in seiner Studie „Der quälbare Leib“, diesem Defizit beizukommen. Der Vortrag möchte es demgegenüber unternehmen, gerade das oft als „negative Teleologie“ abgelehnte Moment des Adornoschen Denkens als notwenige Bedingung geschichtlicher Wahrheitserkenntnis auszuweisen, und daran erinnern, daß an den „Schwierigkeiten mit der Geschichtsphilosophie“ (Odo Marquard), in die jeder denkende Mensch durch die reflektierte Erfahrung der Wirklichkeit gestürzt wird, nicht die Philosophie, sondern die Geschichte schuld ist.

Der Vortrag wird am Donnerstag, 1.12., um 19 Uhr im großen Saal des IVI (Kettenhofweg 130) stattfinden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

10. 11. // Vortrag: „Simone de Beauvoir heute“ (Roswitha Scholz)

Farbfoto, das Simone de Beauvoir in einem roten Mantel freundlich lächelnd zeigt.

Als erster unserer „Drei Vorträge zur Dialektik von Existenzphilosphie und westlichem Marxismus“ wird am Donnerstag, 10.11. um 19 Uhr im großen Saal des IVI der Vortrag „Simone de Beauvoir heute“ von Roswitha Scholz stattfinden.

Simone de Beauvoirs Buch Das andere Geschlecht spielte in der feministischen Theorie/Genderforschung lange keine Rolle mehr. In letzter Zeit taucht de Beauvoir aber nicht nur in neu erstellten Überblickswerken zu Klassikerinnen des Feminismus wieder auf, zu ihr und ihrer Theorie wurden inzwischen auch vermehrt Tagungen und Veranstaltungen angeboten (was wohl mit ihrem hundertsten Geburtstag 2008 zusammenhängt). Hie und da erinnert man/frau sich wieder an sie. Dies dürfte nicht zuletzt einem Selbstreflexivwerden von Feminismus und Genderforschung in der gegenwärtigen Krisensituation geschuldet sein. Dabei stellen sich die Fragen des „Wie weiter?“ und „Was kommt nach der Genderforschung?“. In den 1970er Jahren hatte sich insbesondere ein Gleichheitsfeminismus mit dem Slogan „Man wird nicht als Frau geboren, sondern dazu gemacht“ auf de Beauvoir berufen. Ein Differenzfeminismus bezichtigte sie sodann, männliche Normalitätskriterien auf Frauen anzuwenden. Schließlich wurde ihr in den 1990er Jahren von einem dekonstruktiven Feminismus vorgeworfen, trotz all ihrer Kritik der hierarchischen Geschlechterverhältnisse einem dualistischen Denken verpflichtet geblieben zu sein und eine erneute Herstellung von Zweigeschlechtlichkeit betrieben zu haben. In dem Vortrag wird eine zeitliche Einordnung des „anderen Geschlechts“ und seiner Bedeutung vor dem Hintergrund der Wert-Abspaltungskritik versucht sowie auf Aspekte hingewiesen, die durchaus noch heute Aktualität beanspruchen können.

Drei Vorträge zur Dialektik von Existenzphilosphie und westlichem Marxismus

Ein Buch, das die Lektüre einer Epoche sein will, legt nur Zeugnis vom unbestimmten Verlauf dieser Epoche ab; ein Buch, das die Epoche tatsächlich verändert, verbreitet auf dem Feld zukünftiger Umbrüche auch den Keim der Veränderung. Wenn für das Handbuch beides gilt, so liegt dies an einer klaren Parteinahme für die Radikalität, für das Primat jenes „Ich“, das in der Welt ist, ohne von der Welt zu sein, und dessen Emanzipation von nun an die Vorbedingung für alle diejenigen ist, die erkennen, dass „leben lernen“ nicht „überleben lernen“ bedeutet.

(Aus: Raoul Vaneigem: Vorwort zur Nachauflage 1991 des Handbuch der Lebenskunst für die junge Generation)

Unter dem Titel „Drei Vorträge zur Dialektik von Existenzphilosphie und westlichem Marxismus“ wird es in den kommenden Monaten eine kleine Fortsetzung der vergangegen Veranstaltungsreihen „Der Gangsterboss des Existenzialismus“ und „Existentialism revisited“ geben.1 Die drei Vorträge sind:

- Roswitha Scholz: „Simone de Beauvoir heute“ (10. 11.)

- Christoph Zwi: „Lukács‘ Heidegger-Kritik“ (24. 11.)

- Magnus Klaue: „Abschied von der Geschichtsphilosophie: Adorno, Sartre und die Sehnsucht nach der positiven Freiheit“ (1. 12.)

Die Vorträge finden jeweils donnerstags, 19 Uhr im Saal des IVI statt.

In diesem Zeitraum soll ebenfalls unser Lesekreis, der sich im Augenblick Sartres Fragen der Methode widmet, und sich derzeit in einer Sommerpause befindet wieder aufgenommen werden. (Vgl.)

Bei Interesse am Lesekreis oder Fragen zur Veranstaltungsreihe kontaktiert uns am besten über die Email-Adresse des Sartre-Lesekreises (jpsartre [ at ] email.de).

Die Ankündigstexte der Vorträge werden rechtzeitig vorher auf dem translib-Blog veröffentlicht.

  1. Umfassend dokumentiert sind diese Aktivitäten auf dem Blog La vache qui rit.[zurück]

Antispektakuläres Weekend

Wir lesen „Die Gesellschaft des Spektakels“ von Guy Debord zu den Themen „Zeit und Geschichte“, „Die spektakuläre Zeit“, „Die räumliche Aufteilung des Territoriums“. Keine Vorkenntnisse nötig, Neueinsteiger in die Spektakelkritik: welcome.

Vom 22. bis 25.9.2011 im IVI, Kettenhofweg 130. Beginn Do. 20 Uhr, Fr. – So. 12 Uhr.

Donnerstag sehen wir die großartige 190 Minuten Dokumentation von Gudie Lavaetz „68″ (über die Bewegung der Besetzungen und den Mai 1968 in Frankreich).

Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels. Das Buch von 1967 gibt es z.B. hier. Den Film von 1973 gibt es am einfachsten bei Youtube oder bei Ubuweb, aber in bedauernswertem Zustand. Für höhere Qualität muss man etwas suchen. Besser als die zirkulierenden z.T. sehr schlecht übersetzten englischen Untertitel sind die von uns erstellten deutschen: Untertitel ansehen / herunterladen). Protokolle aus vorigen Lektürekursen und sonstige Materialien auf Theorie Praxis Lokal. Reader für das Wochenende: Download.

Weitere Filme von Debord mit deutschen Untertiteln als Stream auf SI-Revue.

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