Archiv für Dezember 2013

27.12.-29.12.2013 Einführungskurs in die Spektakelkritik

Neuer Kritischer Kurs zur Einführung in die Spektakelkritik
Guy Debord „Die Gesellschaft des Spektakels“. Erster Teil (Kapitel 1-3) zur Kritik der kapitalistischen Warenproduktion als einer spektaklistischen.

Dieser Lektürekurs bietet zum ersten Mal auf überregionaler Ebene Gelegenheit zu einer direkten, kollektiven Auseinandersetzung mit dem situationistischen „Jahrhundertbuch“ in Gänze und zugleich eine Einführung in die kritische Theorie der Situationisten: die Spektakelkritik.

Infos unter:

Reader als Textgrundlage

Weiter Infos bei Anmeldung per Mail unter: translib@gmx.de

Protokolle früherer Kurse im Archiv und unter: theoriepraxislokal.org

14./15.Dezember-Lektürekurs

translib Leipzig 14. bis 15. Dezember 2013
Lektüretreffen zu Karl Marx’ Begriff der entfremdeten Arbeit

„… dass die wichtigsten und echtesten Begriffe der Epoche gerade daran gemessen werden, dass die größte Konfusion und der schlimmste Widersinn mit ihnen durchgeführt werden – so z.B. mit Entfremdung, Dialektik oder Kommunismus. Die lebenswichtigen Begriffe werden gleichzeitig mit dem wahrsten und dem trügerischsten Sinn und mit einer Vielzahl von Zwischenstufen der Konfusion gebraucht, da der Kampf der kritischen Wirklichkeit mit dem apologetischen Spektakel zu einem Kampf um Worte führt, der mit um so größerer Heftigkeit ausgefochten wird, je wichtiger diese Worte sind. Nicht durch autoritäre Säuberung, sondern durch den kohärenten Gebrauch in der Theorie und im praktischen Leben haben wir die Wahrheit eines Begriffs an den Tag gebracht.“ – Situationistische Internationale

Als Beitrag zur Wiederaufnahme einer Kritik der Entfremdungen auf der Höhe der Zeit, sollen die sogenannten „Ökonomisch-philosophischen Manuskripte“ von Marx gelesen und diskutiert werden. Sogenannte “Ökonomisch-philosophische Manuskripte”, weil Marx diesem im Frühjahr 1844 in Paris – die “deutschen Zustände” hatten ihn ins Exil getrieben – geschriebenen, zur Veröffentlichung vorgesehenen, dann aber aus unbekannten Gründen nicht veröffentlichten Text, keinen Titel gab. Es waren Rjazanov und Landshut, die beiden Herausgeber der ersten Ausgabe von 1932, die den unvollständig erhaltenen und nicht für den Druck ausgearbeiteten Manuskripten nicht nur den Titel, unter dem sie heute bekannt sind (alternativ sind sie auch als „Pariser Manuskripte“ bezeichnet worden) gaben, sondern auch die Überschriften der einzelnen Kapitel einfügten. Im Zentrum der Kritik des Komplexes der Entfremdungen, aber auch des Streits um den Entfremdungsbegriff, steht das Kapitel „Die entfremdete Arbeit“.

Nähere Angaben
siehe about: neugegründete translib Leipzig

11.01.2014//Lektürekurs: Was ist Verdinglichung?

Sa 11.01.2014, 15 Uhr.

Nach Abschluss der Lektüre der scharfen Lukács-Kritik von Winfried Menninghaus wenden wir uns zunächst wieder dem Buch von Lukács zu und lesen darin „Was ist orthodoxer Marxismus?“ Seite 35 der pdf-Fassung von Geschichte und Klassenbewusstsein

Winfried Menninghaus: Kant, Hegel und Marx in Lukács‘ Theorie der Verdinglichung. Destruktion eines neomarxistischen ‚Klassikers‘ (1975). {zum Text (in pdf) →}

Der Normalität entgangen. Neue Dokumente zur Verhaftung von Georg Lukács 1941 (aus der FAZ-Beilage „Geisteswissenschaften“ vom 24.02.1999) {zum Text →}

György Lukács: Die Verdinglichung und das Bewusstsein des Proletariats Der große Verdinglichungs-Aufsatz aus Lukács‘ „Geschichte und Klassenbewusstsein“ von 1923. {zum Text (in pdf) →}

Siehe auch:
Weiteres Material

06.-08.12.13 antispektakelweekend

translib Leipzig 6. bis 8. Dezember 2013
Kritischer Lektürekurs: „Die Gesellschaft des Spektakels“ (Guy Debord), Kapitel 8 + 9.
Kunstaufhebung, Detournement und Plagiat. Communistische Kommunikation gegen akademische und „revolutionäre“ Ideologie.

Mit diesem Lektürekurs findet eine kritische Aneignung der Spektakeltheorie ihren vorläufigen Abschluss. Betrieben wurde sie seit 2010 wechselweise in Leipzig, Weimar und Frankfurt am Main entlang den Kapiteln von Guy Debord’s Spektakelbuch.

Ein Vorteil und Gebrauchswert, wie er sich aus der Konstruktion dieses Buches ergibt, liegt darin, dass die übergreifende Idee vom Spektakulären „als ein Moment im Entwicklungsprozess der Warenproduktion“ — so der Autor – „sich in allen anderen bespiegelt“, und „gerade das halten wir für das Kennzeichen eines dialektischen Buches.“ So dass jedes einzelne Kapitel einen neuen Zugang oder auch „Einstieg“ in die Spektakelkritik ermöglicht. Diesmal ist es die situationistische Theorie von der Verwirklichung der Kunst und Kultur vermittels ihrer Aufhebung, was zur Entwicklung der modernen und situationistischen Stil-Techniken des subversiven „Detournement“ (Entwendung / Zweckentfremdung) und des erklärten und offenen Plagiats führt.

Im letzten Teil des Buches ist der Zugang zur Spektakelkritik das Terrain der Theorie selbst: als totale materialistische Kritik der Ideologie, vor allem auch der „revolutionären“; als kritische Theorie gegen die universitären Wissenschaften und ihre Anhängsel in den „revolutionären Trümmerhaufen“ der Linken könne und müsse das moderne Proletariat sich zur „Klasse des historischen Bewusstseins“, zum „bewaffneten Dialog“, zur selbständigen Theorie der Praxis organisieren.

Reader und weitere Infos bei Anmeldung per mail unter: translib@gmx.de // weitere Infos: translibleipzig.wordpress.com